Who was who in Nursing history


Der von Hubert Kolling herausgegebene Datenbank des Biographischen Lexikons zur Pflegegeschichte bietet den Nutzer*innen eine schnelle Übersicht über die Lebensdaten und Werke historischer Pflegepersönlichkeiten, die bislang noch wenig oder gar nicht allgemein bekannt sind. Das Spektrum der vorgestellten Personen ist breit gestreut und reicht neben unmittelbar in der Pflege wirkenden von Adeligen und Medizinern über Theologen bis hin zu Gewerkschaftern; hinzu kommen Pflegewissenschaftlerinnen, Hospitalgründer und deren Vorsteher, Lehrbuchautoren, Vertreter verschiedener Ordensgemeinschaften und Schwesternschaften ebenso wie Verbandfunktionäre, die Einfluss auf die stationäre oder häusliche Krankenpflege hatten. Berücksichtigung fanden auch Menschen, die mehr in die Breite als in die Tiefe und mehr zerstörend als aufbauend wirkten.

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So wurden wiederum auch einige derjenigen aufgenommen, die während der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) in Hinblick auf die Krankenpflege wichtige politische Ämter innehatten. Berücksichtigung fanden aber auch Menschen aus der Pflege, die sich – unter großem persönlichem Risiko für Leib und Leben – dem Unrechtregime entgegenstellten. In erster Linie versteht sich das Biographische Lexikon zur Pflegegeschichte als ein Nachschlagewerk; darüber hinaus kann es aber auch gleichzeitig die prosopographische Grundlage für die Beantwortung einer Vielzahl von zentralen Fragen an die Geschichte der Krankenpflege liefern. Die vorgestellten Biogramme zeigen, dass von wesentlich mehr Menschen – Frauen und Männern – Initiativen, Wissensvermittlung und autonome Leistungen für die Pflege ausgingen, als dies bisher von der historischen Pflegewissenschaft wahrgenommen wurde.

Who was who

Hinweise zur Benutzung

Die Artikel setzen sich aus Name und Lebensdaten, Biographie sowie Quellen und Literaturhinweisen zusammen. Der Artikelkopf besteht lediglich aus Name und Vorname; im Text werden Namensvarianten einschließlich Pseudonymen und zusätzliche Vornamen sowie gegebenenfalls Adelsprädikate und Namensbestandteile wie akademische Titel genannt. Die Geburts und Todesdaten erfolgen, soweit bekannt beziehungsweise ermittelbar, mit Ortsangaben. Die Biogramme informieren über das Leben und Wirken der Personen, über Herkunft, Bildungsweg, einflussreiche Begegnungen, Entwicklung im beruflichen Leben, Wirkungsorte, bezeichnende Werke und Leistungen, Freundschaften und Beziehungen, Zugehörigkeit zu Gruppen und Vereinigungen, Rezeption sowie gegebenenfalls über Preise und Ehrungen. Die Lebensdaten wurden nach den vorhandenen Quellen, insbesondere Literatur und Nekrologe sowie den Auskünften von Behörden, so exakt wie möglich eingesetzt. Für Daten gilt der Gregorianische Kalender (neuer Stil). In Zitaten, deren Einzelnachweis sich aus den angegebenen Quellen und Literatur entnehmen lässt, wurden Einfügungen und Ergänzungen durch die Autorinnen und Autoren durch eckige Klammern [ ] eingeschlossen. Auslassungen von einem oder mehreren Wörtern sind durch drei Punkte in eckigen Klammern [...] gekennzeichnet. Auf Abkürzungen wurde zugunsten der Lesbarkeit weitgehend verzichtet. Im Quellen und Literaturverzeichnis werden auch die genutzten Archive mit ihren Anschriften aufgeführt. Bei den Schrifttumsnachweisen werden grundsätzlich das Erscheinungsjahr, bei nicht selbständigen Schriften auch die Zeitschrift, die Reihe oder das Sammelwerk genau angegeben, in denen sie erschienen sind. Neben dem Erscheinungsort wird auch der Verlag, in Einzelfällen die Druckerei genannt. Die Werkverzeichnisse führen im Allgemeinen, im Hinblick auf den begrenzten Platz, nur die Hauptwerke auf. Am Ende von jedem Beitrag wird soweit vorhanden und bekannt, die Quelle der Abbildung angegeben. Geschlechter und Personenansprache In der Pflege wie in der Medizin und den benachbarten Berufsgruppen waren und sind bekanntlich Frauen und Männer beschäftigt. Die durchgängige Verwendung der femininen und maskulinen Schreibweise, zum Beispiel Patient und Patientin, würde die Lesbarkeit der Texte erschweren. Deshalb wird in diesem Lexikon immer nur eine Form oder ein neutraler Begriff, beispielsweise „Pflegende“, verwendet – gemeint sind dabei aber stets alle Geschlechter. Ähnlich verhält es sich auch mit der Berufsbezeichnung für Pflegende. Laut dem (noch aktuellen) Krankenpflegegesetz lautet die Berufsbezeichnung Gesundheits und Krankenpflegerin / Gesundheits und Krankenpfleger beziehungsweise Gesundheits und Kinderkrankenpflegerin / Gesundheits und Kinderkrankenpfleger. Hierbei handelt es sich um eine geschützte Berufsbezeichnung. Alle Personen, die bereits die Berufsbezeichnung Krankenschwester / Krankenpfleger oder Kinderkrankenschwester / Kinderkrankenpfleger tragen, dürfen sich seit dem 1. Januar 2004 ebenfalls Gesundheits und Krankenpflegerin und so weiter nennen. Auch hier sind die korrekten Bezeichnungen für die Lesbarkeit eher umständlich. Daher wird im Biographischen Lexikon von Pflegenden oder Pflegekraft gesprochen. Gemeint sind hiermit stets Personen, die eine dreijährige Ausbildung absolviert und das Recht erworben haben, eine der zuvor genannten Berufsbezeichnungen zu tragen. Demgegenüber werden im allgemeinen Sprachgebrauch auch Angehörige als „Pflegende“ bezeichnet, etwa wenn sie einen pflegebedürftigen Verwandten zu Hause betreuen. Um hier zu differenzieren, werden pflegende Angehörige als „Angehörige“ und nicht als „Pflegende“ bezeichnet.

Unter Mitarbeit von

Carolina Galdino Amorim (Rio de Janeiro, BR), Christine Auer (Heidelberg), Anett Büttner (Düsseldorf), Claudia Carvalho Dantas (Rio de Janeiro, BR), Genival Fernandes de Freitas (São Paulo, BR), Gerhard Fürstler (St. Pölten, A), Lena Heiermann (Wuppertal), Margit Herfarth (Berlin), Volker Klimpel (Dresden), Michael König (Lichtenfels), Hubert Kolling (Bad Staffelstein), Lily Low (São Paulo, BR), Javier Mendizábal (La Plata, AR), Beatriz Morrone (La Plata, AR), Lucia Yasuko Izumi Nichiata (São Paulo, BR), Taka Oguisso (São Paulo, BR), Maria Cecilia Santos Popper (La Plata, AR), Birgit Seemann (Frankfurt am Main), Thais Araujo da Silva (São Paulo, BR), Magali Hiromi Takashi (São Paulo, BR), Horst-Peter Wolff (Liebenwalde) und Chou Chuan Chiang Yao (Tainan, TW)

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